Leben mit den Tieren

Zu unserem Alternativen Therapie- und Kreativhof gehören auch ein paar wunderbare Tiere.

Die Schafe

Mr.Darcy, Lizzy, Mary-Ann, Paula und Mr.Willoughby

Seit März 2011 leben hier 5 Kamerunschafe. Das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier wird hier nach dem Leitsatz "Leben und leben lassen" aufgebaut. Wir versuchen den Schafen ein gutes Leben zu ermöglichen, frei von Gewalt und dem Töten. Wir haben einen großen Stall für die Schafe, in dem sie jede Nacht verbringen. Eine Koppel steht den Schafen ständig zur Verfügung. 

Da Schafe Fluchttiere sind und bei Fremden erstmal ziemlich mißtrauisch reagieren, lernen unsere Patienten und Klienten sehr schnell, dass nicht wir auf die Schafe zugehen, sondern bei uns auf dem Hof die Schafe entscheiden dürfen, wann sie für eine nähere Kontaktaufnahme bereit sind.

Die Schafe dürfen nur nach Absprache von den Patienten und Klienten gefüttert werden.


Mr.Darcy ist der älteste Bock in Schwebendorf. Ein wunderschönes Tier. Er liebt es, wenn man ihn mit einer Bürste kämmt. Besonders im Sommer scheint es angenehm zu sein. Wenn er Ruhe und Sicherheit fühlt, läßt er eine ganz innige Nähe zu, lehnt sich an dich heran und schließt die Augen, wenn ihm die Streicheleinheiten gefallen.

Lizzy ist das Leittier in der kleinen Herde. Sie bestimmt, wo die Herde sich aufhält. Sie ist die Mutter von Mary-Ann und Mr. Willoughby. Mary-Ann ist leider schon verstorben. Sie ist wahrscheinlich durch Düngemittel, die nebenan gestreut wurden und bis bei uns lagen, vergiftet worden. Sie hat ihre letzten 4 Tage hier bei uns gelitten und wir waren, auch oder gerade durch die Tierarztbehandlung entsetzt. Dieser zeigte sich ungehalten und wenig verständnisvoll. Ein trauriges Schicksal.

Paula ist schon mehrfache Mutter. Leider leben ihre Kinder nicht mehr. Paula ist eine sehr ängstliche und zurückhaltende Zippe. Wenn du aber ein wenig Geduld hast, läßt Paula Streicheleinheiten zu und genießt diese dann auch.

Wie sind wir eigentlich zu den Schafen gekommen?

Im Novmber 2010 haben uns Freunde darauf aufmerksam gemacht, dass 5 Schafe von den Nachbarn geschlachtet werden "sollen", weil sich die Besitzer der Schafe getrennt hatten. Keiner wollte die Verantwortung für die Schafe übernehmen. Wir haben gar nicht lange überlegt und die Schafe erstmal zu uns nach Hohenseefeld geholt.

Dort haben die 2 Zippen Nachwuchs bekommen. Dann waren es 4 Böcke und vier Zippen. Die 4 Böcke wurden kastriert. Dennoch waren 4 Böcke einfach zuviel für 4 Zippen. Wir mußten leider die Herde aufteilen. Wochenlang haben wir überlegt, beobachtet und wieder überlegt, wie wir die Herde aufteilen können, ohne großen Schaden anzurichten. Dann war es soweit. 4 Schafe wurden nach Schwebendorf gebracht und haben dort ein neues zu Hause bekommen. Sie haben sich relativ schnell an die neue Umgebung gewöhnt. Die anderen 4 Schafe in Hohenseefeld haben 3-4 Tage furchtbar getrauert. In den ersten 2 Tagen nach der Trennung haben sie sogar ihr Futter verweigert. Selbst mit Hafer konnten wir sie nicht locken oder aufheitern.  Für diese Trennung schämen wir uns heute noch. Wir haben keinen anderen Ausweg gesehen.

Es dauerte nicht lange, da kam eine Bekannte zu uns, die ein eigenes Schaf gegen eines aus unserer Herde tauschen wollte. Das konnten wir gar nicht verstehen und haben natürlich nicht eingewilligt. Da sie aber ganz offensichtlich das Schaf loswerden wollte (wegen Krankheit), nahmen wir "Paula" zu uns auf.

 

 

 In Hohenseefeld kam auch noch ein Schaf dazu. Ein Bekannter hatte bei einem "Fleischer" ein Schaf "gewonnen". Dieser "Fleischer" veranstaltet einmal im Jahr ein großes "Fest", an dem Tiere verlost werden. Oft sind die "Gewinner" überfordert, wissen gar nicht, wohin mit dem Tier. Wir lehnen diese Art der "Geschenke" vehement ab. Seit Jahren werden wir von Tierschutzorganisationen in allen bekannten Medien darauf aufmerksam gemacht, dass Tiere nicht verschenkt werden sollen. Über die Aufnahme von Tieren soll man sich im Vorfeld gründlich Gedanken machen, Vor- und Nachteile einkalkulieren und sich der Verantwortung bewußt werden. Der "Gewinner" hätte auch nicht gewußt, wo er das Tier unterbringen solle. Vermutlich hätte er dieses Lamm (!) sofort schlachten lassen. Wir haben es zu uns genommen, ihr den Namen Elenore gegeben und sie in unser Herz geschlossen.

Hans (Mr.Bennet), Jane, Mr.Bingley, Emma und Elenore aus Hohenseefeld

Mr.Bennet scheint der Älteste zu sein. Die großen Hörner verraten sein hohes Alter. Er ist ein ganz lieber und kuschelbedürftiger Bock. Wenn wir ihn kämmen oder streicheln, legt er seinen Kopf auf unsere Oberschenkel und schließt die Augen. Aber er ist auch sehr eifersüchtig auf die anderen Schafe, sofern sie gestreichelt werden.

Jane ist das Leittier in Hohenseefeld und die Mutter von Mr.Bingley und Emma. Mr.Bingley ist schon 2 Jahre alt und der ältere Bruder von Emma (1 Jahr). Alle drei suchen nach wie vor den Kontakt zueinander und stehen oft ganz dicht zusammen.

Elenore ist das einzigste Wollschaf (Bentheimer). Sie muss im Gegensatz zu den Kamerunschafen geschoren werden. Wir haben ihr in diesem Jahr zweimal die Wolle mit einer Schere abgeschnitten. Das hat jedesmal 3 Abende gedauert, aber das hat uns näher gebracht. Elenore hat diese sanfte Art der Schurr genossen, sich dabei hingelegt und ist eingeschlafen. Elenore kam (wie oben schon erwähnt) als Lamm zu uns, welches einfach verlost wurde. Sie lag in einem Transporter, Beine zugebunden und wurde zu unserem Grundstück getragen und dann losgebunden. Sie hatte eine schlimme Beinverletzung und mußte zwei Wochen tierärztlich versorgt werden. Heute geht es ihr gut und sie ist sehr zutraulich.  

 

Die Katzen

"Nille" und "Cleo" und der Kater "Merlin"

Merlin kam 2009 zu uns. Er saß an einem warmen Spätsommertag am Straßenrand, war winzig klein und sah furchtbar krank aus. Beim Tierarzt wurde er sofort medizinisch behandelt. 1 Woche lang kämpfte er um sein junges Leben. Er war unterernährt und hatte nur noch ganz wenig Kraft. Wir haben ihn zu uns ins Haus geholt, ihn mit der Spritze gefüttert und ihm viel Aufmerksamkeit und Liebe gegeben. Nach einer Woche wußten wir, dass er dem Tod entkommen war und nun sein Leben neu beginnen konnte. Seitdem begleitet er uns, suchte zwei Jahre ganz engen Kontakt zu uns, hielt sich gern im Haus und auf seinem Grundstück auf. Mittlerweile scheint er alles so gut überstanden zu haben, dass er jetzt auch nachts völlig selbständig und scheinbar sehr glücklich das Leben draußen mit Artgenossen aus der Nachbarschaft genießen kann. Merlin ist ein wunderschöner schwarz-weiß gescheckter Kater, der uns sehr ans Herz gewachsen ist. Er liebt den Kontakt zu unseren Kindern und Jugendlichen. Benötigt dazu aber absolutes Vertrauen und ausreichendes Einfühlungsvermögen.

Merlin wurde im Sommer 2015 von einem Autofahrer angefahren und starb vor der eigenen Haustür.

 

 

Nille kam einige Wochen später zu uns. Merlin sollte nicht allein bleiben. Nille wurde von unserer Freundin "Anne" entdeckt. Nille war eine von vier Kätzchen, die mit ihren Geschwistern und der Mutter völlig auf sich gestellt waren. Sie war in den ersten Wochen bei uns menschenscheu, demzufolge sehr zurückhaltend und ängstlich. Nach einer kurzen Eingewöhnung verschafften wir uns Vertrauen. Belohnt wurde das mit allmählicher Zuneigung. Mit der Zeit wurde sie sicherer und zufriedener. Nille ist ganz im Gegensatz zu Merlin, eine freiheitsliebende Katze, sehr outark und selbtsicher. Sie geht zielstrebig ihre Wege, genießt jeden Gang draußen in der Natur und kommt morgens zum Schalfen ins Haus, sucht sich dort einen sicheren Ruheplatz und erholt sich für die aufregende Nacht draußen.

 

Im Herbst 2011 wurde Cleo auf uns aufmerksam. Sie schlich schon eine Weile um das Haus, im Garten herum und suchte Kontakt. Am Anfang war sie ganz schlimm verschnupft, so dass sie erstmal tierärtzlich versorgt werden musste. Sie bekam bei uns einen Schlafplatz. Cleo ist sehr anhänglich und geht fast ohne Scheu auf Menschen zu. Ruckzuck sitzt sie auf deinem Schoß und möchte gestreichelt werden. Inzwischen darf sie mit ins Haus. Äußerlich hat Cleo sehr viel Ähnlichkeit mit Nille. Aber auch der Drang nach Freiheit ist bei Cleo genauso wie bei Nille intensiv ausgeprägt. Cleo entscheidet , so wie alle Katzen bei uns, selbst, ob sie draußen oder im Haus sein möchte. Merlin und Nille waren am Anfang noch sehr skeptisch Cleo gegenüber. Merlin fand aber schnell heraus, dass man richtig toll mit ihr spielen kann. Er hat sie relativ schnell in sein kleines Katerherz geschlossen und so sieht man sie ganz oft nebeneinander schlafen oder miteinander toben. Nille war sich lange Zeit nicht sicher, wie sie mit der neuen Mitbewohnerin umgehen soll. Cleo musste also erst lernen, dass Nille etwas länger zum Warmwerden braucht und auch ab und zu ihre Ruhe benötigt. Doch inzwischen verstehen sich die beiden Katzen sehr gut. Mittlerweile kommt es auch vor, dass alle 3 zusammen ruhen.

Die Katzen und der Kater werden vegan ernährt. Das Essen bestellen wir bei verschiedenen vegan-Versandhäusern oder stellen selbst veganes Essen her. Falls Sie Interesse daran haben, kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gern bei der Umstellung mit Informationen und Tipps.

 

Die Hunde

"Diego" und "Charly"

Diego lebt seit über 3 Jahren bei uns. Ursprünglich kommt er wohl aus Spanien und lebte dort seine ersten 4 Monate auf der Straße. Von einer Tierschutzorganisation wurde er nach Deutschland geholt und zu einer Familie im Landkreis TF vermittelt. Die Familie konnte den Hund nicht mehr behalten. Wir haben Diego dann zu uns genommen und sind dankbar über jeden Tag, den wir mit Diego verbringen dürfen. Diego ist ein so herrliches Wesen, gefüllt mit soviel Liebe und Leben, dass es eine wahre Freude ist, ihm im Leben begleiten zu können. Er verfügt über gut ausgeprägte soziale Kompetenzen. Er ist gerne mit Artgenossen zusammen und freut sich über jede neue Begegnung. Urlaube an der Ostsee, an einem Hundestrand sind sein absolutes Highlight. Aber auch die Nähe zum Menschen genießt er in vollen Zügen.

 

Charly ist der Hund von unserem Großvater, der auch in Schwebendorf lebt. Charly hat in seinen vielen Lebensjahren ein Talent zum Ausreißen entwickelt, das kaum noch jemand beherrschen kann. Sobald Charly mitbekommt, dass Diego in Schwebendorf ist, versucht er, wenn die Möglichkeiten vorhanden sind, zu uns zu kommen. Charly ist ca. 11 Jahre alt und ein wunderschöner scwarzer Mischlingshund. Er ist schlank und noch sehr beweglich. Er liebt es, mit Diego zu spielen und genießt dann die absolute Aufmerksamkeit von Diego. Chraly geht aber auch, wie alle anderen Hunde, sehr gerne spazieren.

Die Welt zu erkunden, an Bäumen oder ähnlichem das Revier zu makieren, nach Neuigkeiten Ausschau zu halten, sind für alle Hunde sehr wichtige und einzuhaltene Notwendigkeiten. Hunde sind keine Einzelgänger. Sie leben gern im Rudel. Geben Sie ihren Hunden die Möglichkeiten mit Artgenossen zu spielen und zu leben und beim Menschen zu sein.

Charly starb im Herbst 2015. Er war ein guter Kämpfer, aber wir mussten ihn erlösen. Er liegt nun neben seinem besten Freund "Micki" bei uns im Garten begraben.